Mitteilung zur Ausladung aus dem Zakk

Wir, der Arbeitskreis Kritische Theorie Düsseldorf, erhielten am 23.10.2013 eine E-Mail vom ZAKK mit einer Ausladung für die Veranstaltungsreihe „Aspekte des Antisemitismus“, die im Zuge der Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung stattfindet. Der sehr kurzen Stellungnahme des ZAKKs ist zu entnehmen, dass die Referent*innen dieser Reihe „einseitige Thesen“ vertreten würden, welche den „Grundlagen der Kulturarbeit“ des ZAKKs widersprächen. Außerdem habe die Veranstaltungsreihe „wenig mit dem eigentlichen Anliegen, der Auseinandersetzung mit “kritischer Theorie”, zu tun.“ Dass die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus stets ein zentrales Anliegen der Kritischen Theorie war und ist, scheint dem ZAKK entgangen zu sein.

Auch wurde vom ZAKK angekündigt, nicht mehr als Mitveranstalter der Veranstaltungsreihe „Feministische Kritik heute“ auftreten zu wollen, die zugesagten Räumlichkeiten können aber weiterhin durch uns genutzt werden. Für uns ist es jedoch nicht akzeptabel, an einem Ort, an dem eine intensive Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus offenbar nicht erwünscht ist, unsere Veranstaltungsreihe „Feministische Kritik heute“ durchzuführen. Die Veranstaltungsreihe „Feministische Kritik heute“ wird deshalb in Räumlichkeiten der FH Düsseldorf (Campus Süd) stattfinden.

Wir bedauern sehr, dass das ZAKK uns so kurzfristig abgesagt hat und zu keiner Zeit das Gespräch mit uns gesucht hat, obwohl wir dies mehrmals angeboten haben. Umso mehr freuen wir uns über die Unterstützung der Heinrich Böll Stiftung NRW, der Amadeu Antonio Stiftung und des Referats für politische Bildung des AStAs der FH Düsseldorf.

Die neuen Räumlichkeiten der Veranstaltungsreihe „Aspekte des Antisemitismus“ werden rechtzeitig bekanntgegeben. Eine ausführliche Stellungnahme folgt.